GRENZEN ANNEHMEN

DER­ZEIT BIN ICH MIT MEI­NEN GREN­ZEN IM REI­NEN

Sabine Wohlfahrt*, 44, verheiratet, 4 Kinder, selbständig

Im letz¬≠ten Jahr habe ich manch¬≠mal noch sehr geha¬≠dert. Mein Beruf macht mir viel Freu¬≠de, aber ich habe auch gemerkt, wie wich¬≠tig es ist f√ľr die Kin¬≠der da zu sein, Zeit zu haben, sich zu k√ľm¬≠mern, Essen zu kochen und, und und. 
Allem gerecht zu wer¬≠den ist nicht immer so ein¬≠fach. Irgend¬≠wie hechelt man immer irgend¬≠et¬≠was hin¬≠ter¬≠her. Das ist anstren¬≠gend und kos¬≠tet so viel Ener¬≠gie. 
Man l√§sst Federn ‚Äď im wahrs¬≠ten Sin¬≠ne des Wor¬≠tes. Die Leich¬≠tig¬≠keit und Lebens¬≠freu¬≠de blei¬≠ben auf der Stre¬≠cke. 
Ich habe mei¬≠ne Auf¬≠ga¬≠be jetzt bewusst ange¬≠nom¬≠men: F√ľr die n√§chs¬≠ten Jah¬≠re ste¬≠hen die Kin¬≠der im Vor¬≠der¬≠grund. Und nat√ľr¬≠lich bedeu¬≠tet das auch Gren¬≠zen. 
Gera­de weil das so ist und auch äußer­lich bestimm­te Bedin­gun­gen so sind, wie sind, ver­su­che ich es mir in mei­nen Gren­zen so nett wie mög­lich zu machen.
Ich mache mein Zeug, ich schaue, dass es hier in der Fami­lie läuft, aber ich schaue auch, dass es mir Freu­de macht und manch­mal mache ich Din­ge auch ein­fach nicht gleich und jetzt, son­dern ein ander­mal oder am nächs­ten Tag. Es geht eben nicht immer alles gleich­zei­tig.
Ich ver¬≠su¬≠che der¬≠zeit so wenig Stress wie m√∂g¬≠lich zu haben. Es ist eine Zeit der Feder¬≠pfle¬≠ge. So sehe ich das. Es kom¬≠men ja auch wie¬≠der ande¬≠re Zei¬≠ten, wenn etwas mit den eige¬≠nen Eltern oder den Kin¬≠dern ist. Ganz sicher. 

Das hei√üt, der¬≠zeit bin ich mit mei¬≠nen Gren¬≠zen von innen und au√üen im Rei¬≠nen. Das ist im Grund doch gro√ü¬≠ar¬≠tig. Es gibt gera¬≠de nichts, wor¬≠√ľber ich mich auf¬≠re¬≠ge.

*Name geän­dert

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