GRENZEN ÜBERTRETEN

ZÄHLT NUR DIE KLAU­SUR­LEIS­TUNG?

Dr. rer.nat. Karin Heuer*, Hochschuldozentin, 3 Kinder

Bei man­chen aus­län­di­schen Stu­den­ten weiß ich, dass sie sich ihr Stu­di­um mit Nacht­ar­beit als Tel­ler- oder Auto­wä­scher finan­zie­ren. Wenn es bei denen in der Klau­s­ur­kor­rek­tur knapp aus­sieht, über­le­ge ich manch­mal schon, ob ich nicht irgend­wo noch einen Extra­punkt fin­den soll, damit es für’s Bestehen reicht. Es erscheint mir unge­recht, dass sie weni­ger Zeit zum Ler­nen haben als zum Bei­spiel der rei­che Zahn­arzt­sohn und nur des­halb nicht so gut sind. Aber mit die­sem „Aus­gleich“ wür­de ich natür­lich Gren­zen über­schrei­ten. Mei­ne jün­ge­ren Kol­le­gen kön­nen die­se Über­le­gung auch nicht nach­voll­zie­hen. Bei denen zählt nur die Leis­tung und nicht die mensch­li­che Gesamt­si­tua­ti­on.

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