GRENZEN Annehmen

‚ÄúWIR SIND FREI.‚ÄĚ

Rahel Benedikt*, 41 Jahre, Physiotherapeutin, 1 Kind

Ich lebe allein mit mei¬≠ner zw√∂lf¬≠j√§h¬≠ri¬≠gen Toch¬≠ter seit sie zwei Jah¬≠re alt ist. Das ist nicht die Lebens¬≠form, die ich mir urspr√ľng¬≠lich gew√ľnscht habe, aber inzwi¬≠schen habe ich mich damit gut arran¬≠giert. Es geht uns gut mit¬≠ein¬≠an¬≠der und mei¬≠ne Toch¬≠ter sieht ihren Vater regel¬≠m√§¬≠√üig. Ich arbei¬≠te halb¬≠tags als Phy¬≠sio¬≠the¬≠ra¬≠peu¬≠tin in einer Pra¬≠xis. Ich mag meinen [‚Ķ]

‚ÄúDAS WAR HALT SO.‚ÄĚ

Gudrun Waltenberger*, 78 Jahre, Schneiderin, 3 Kinder, 4 Enkelkinder

Ich bin Jahr¬≠gang 1937, mein Vater ist im Krieg gefal¬≠len, mei¬≠ne Mut¬≠ter war Kriegs¬≠wit¬≠we. Vor ihrer Lebens¬≠leis¬≠tung habe ich gro¬≠√üen Respekt. Sie geh√∂rt zur ‚ÄěVer¬≠ges¬≠se¬≠nen Gene¬≠ra¬≠ti¬≠on‚Äú. Die ‚ÄěVer¬≠ges¬≠se¬≠ne Gene¬≠ra¬≠ti¬≠on‚Äú hat zwei Krie¬≠ge mit¬≠ge¬≠macht und ein Leben gef√ľhrt, dass wir uns heu¬≠te gar nicht mehr vor¬≠stel¬≠len k√∂n¬≠nen. Heu¬≠te ist es schon fast selbst¬≠ver¬≠st√§nd¬≠lich, dass Kriegs¬≠op¬≠fer psychologische [‚Ķ]